1. Mannschaft

SG Pang-Rosenheim 1 - TSV Trostberg 1             6 : 2

TSV Trostberg 2 – SU Ebersberg-Grafing 2       5,5 : 2,5


In einem einseitigen Match verlor die 1. Schachmannschaft mit 6 : 2 bei der SG Pang-Rosenheim 1.

Die zweite Mannschaft erkämpft zwei wichtige Mannschaftspunkte gegen die SU Ebersberg-Grafing 2 und steht mit ausgeglichenem Punktekonto in der Mitte der Tabelle.


In der 5. Runde der Oberliga Bayern am 19.1.2020 stand das Auswärtsspiel bei der SG Pang-Rosenheim 1 auf dem Plan.

Der Mannschaftskampf stand aus Trostberger Sicht unter keinem guten Stern. Kampflos mussten die Trostberger an Brett 2 einen Punkt abgeben. Filip Kumic kam aus dem Tiroler Schneeloch nicht heraus und konnte somit seine Partie nicht bestreiten. J. Blaskowski – F. Kumic 1-0. Matchstand: 0-1

Wolfgang Moser akzeptierte an Brett 8 mit den schwarzen Steinen nach 2 Stunden Spielzeit das Remisangebot seines Gegners. M. Heubusch – W. Moser ½. Matchstand: 0,5 – 1,5

Sicher steuerte Maximilian Mostbauer das Unentschieden an Brett 4 an. Es entstand eine Blockadestellung mit ungleichfarbigen Läufern in der keine Partei Gewinnversuche unternehmen konnte. R. Prediger – M. Mostbauer ½. Matchstand: 1 – 2

An Brett 6 verpasste Dr. Kern in der kritischen Stellung den besten Zug und musste in der Folge eine passive Stellung verteidigen. Nach einem Springerrückzug konnte sein Gegner einen Bauern gewinnen und die Partie sicher zum Gewinn führen. M. Wittmann – Dr. J. Kern 1-0. Matchstand: 1 – 3

Aldo Hartl opferte an Brett 7 zum Ausgang des Mittelspiels einen Bauern. Die Kompensation für das gegebene Material stellte sich jedoch nicht ein. In der Folge verwertete sein Gegner den Materialvorteil zum Gewinn. A. Hartl – F. Geisler 0 – 1. Matchstand: 1 – 4

Markus Hinterreiter konnte an Brett 5 nach Damentausch mit den weißen Steinen einen kleinen Vorteil erspielen. Nach Tausch mehrerer Leichtfiguren entstand ein ausgeglichenes Doppel-Turmendspiel. Nach über 4 Stunden Spiel einigten sich die Spielpartner auf Unentschieden durch Dauerschach. M. Hinterreiter – P. Häussler ½. Matchstand: 1,5 – 4,5

Am Spitzenbrett geriet Hermann Knoll mit den weißen Steinen aus der Eröffnung in eine passive Stellung. Geschickt manövrierte sein Gegner und konnte mit der gefährlichen Waffe Zugzwang die Partie zum Gewinn führen. H. Knoll – V. Atlas 0 – 1. Matchstand: 1,5 – 5,5

Eine schwere Abwehrschlacht lieferte Reiner Huch an Brett 3 mit den weißen Steinen. Reiner sah aus der Eröffnung eine gedrückte Stellung. Nach Damen- und Figurentausch führte er das Turmendspiel mit Minusbauern zum Remis. R. Huch – W. Dür ½. Endstand: 2 - 6

Die oberligaerfahrene Mannschaft der SG Pang-Rosenheim 1 hat diesen Mannschaftskampf in dieser Höhe verdient gewonnen.

In der nächsten Runde am 9.2.2020 steht das Auswärtsspiel beim SC SW Nürnberg Süd 1 an.

Aldo Hartl/26.1.2020


Zweite“ spielte groß auf

Der zweiten Trostberger Mannschaft gelang in der Kreisliga ein klarer 5,5:2,5 Erfolg gegen das in Bestbesetzung angetretene Team aus Ebersberg. Den ersten Sieg erzielten jedoch die Gäste, als Michael Perzl rasch in Verluststellung geriet. Doch der starke Neuzugang Stevan Sabljov konnte bald zum 1:1 ausgleichen. In der Folge erhöhten die Trostberger dann auf 3:1. Lukas Knorr erhielt einen starken Königsangriff, der nicht mehr zu parieren war und Sven Steinberg setzte seinen Kontrahenten im Mittelspiel unter Druck. Letztendlich ergab sich ein gewonnenes Bauernendspiel. Am Spitzenbrett musste Peter Penn einige genaue Züge machen, bevor die ausgeglichene Stellung remis gegeben wurde. Noch einmal kamen die Ebersberger bis auf einen Punkt heran, als Michael Fugger seine Königsstellung gegen den Angriff der Schwerfiguren Dame und Türme nicht mehr halten konnte. Da zeichnete sich der Gesamtsieg aber schon ab, weil Fritz Huber eine Figur gewann und schließlich den gegnerischen König mattsetzen konnte. Den Schlusspunkt setzte dann Konrad Maier, der seinen Gegner im Turmendspiel überlistete und damit für das 5,5:2,5 Endergebnis sorgte.

Sven Steinberg/21.1.2020

TSV Trostberg 1 – SG PS Regensburg 1             4,5 : 3,5

SC Prien 1 – TSV Trostberg 2                                  4 : 4


In einem bis zum Ende spannenden Match konnte die Trostberger Oberliga-Mannschaft mit 4,5 : 3,5 Punkten gewinnen und zwei wichtige Mannschaftspunkte einfahren.

Die zweite Mannschaft holt nach einer kämpferischen Leistung ein 4:4 Unentschieden beim SC Prien 1.


Am Sonntag, den 8.12.2019 fand in der Sportgaststätte Trostberg die 4. Oberligarunde statt. Zu Gast war die SG PS Regensburg 1.

Markus Hinterreiter schnappte sich in einem Alapin-Sizilianer (1.e2-e4 c7-c5 2.c2-c3) mit den weißen Steinen an Brett 6 einen Bauern. Nach frühzeitigem Damentausch und dem Rückgewinn des Bauern durch den Regensburger war die Partie im Gleichgewicht. Nach zwei unbedachten Randbauernzügen seines Gegners konnte Markus sein Übergewicht am Damenflügel zum Gewinn führen. M. Hinterreiter – C. Wutz 1-0.

Matchstand: 1-0

 

Unser serbischer Legionär Vladan Desnica spielte mit den schwarzen Steinen an Brett 3. Zum Ausgang der Eröffnung verpasste Vladan aktive Möglichkeiten durch einen passiven Turmzug. Nach schwieriger Mittelspielphase konnte der Regensburger mit Damentausch einen Bauern gewinnen. Nach weiteren materiellen Verlusten musste Vladan die Aufgabe quittieren. M. Quast- V. Desnica 1-0.

Matchstand: 1-1

 

Dr. Kern spielte an Brett 7 mit den schwarzen Steinen. Nach einem aggressiven Zentrumsvorstoss des Trostbergers fanden beide Spieler nicht die besten Züge. Nach dem Tausch von mehreren Leichtfiguren führte ein schwacher Turmzug des Regensburgers zum Trostberger Partiegewinn. C. Werner - Dr. J. Kern 0-1.

Matchstand: 2-1

 

Auf dem Brett von Maximilian Mostbauer entstand nach heterogenen Rochaden eine komplizierte Mittelspielstellung. Mit einem schwächeren Läuferzug verpasste der Regensburger um Vorteil zu kämpfen. Nach einem schwachen Bauernzug seines Gegners konnte Maximilian ein Turmpaar tauschen und das Unentschieden in trockene Tücher bringen. P. Hitzler - M. Mostbauer ½.

Matchstand: 2,5-1,5

 

Filip Kumic konnte an Brett 2 mit den weißen Steinen keine Initiative entwickeln. Sein Gegner verteidigte sich geschickt. Nach einem schwächeren Turmzug von Filip verpasste sein Gegner ein aussichtsreiches Springeropfer und die Partie endete nach großen taktischen Komplikationen Remis. F. Kumic - R. Loos ½.

Matchstand: 3-2

 

Hermann Knoll spielte mit den schwarzen Steinen am Spitzenbrett. Nach frühzeitigem Damentausch konnte Hermann die Stellung ausgleichen. Ein ungenügender Läuferzug führte zu einer Verluststellung, weil der Springer nach einer Abtauschserie im Eck gefangen war. R. Schmid – H. Knoll 1-0.

Matchstand: 3-3

 

Ein solide Positionspartie lieferte Reiner Huch an Brett 3 mit den weißen Steinen. In einer schwerblütigen Positionspartie, die aus der Altindischen Eröffnung entstand war das Stellungsgleichgewicht niemals gestört → Remis. R. Huch – J.-U. Pohl-Kümmel ½.

Matchstand: 3,5-3,5

 

Die Partie an Brett 8 musste die Entscheidung bringen. Aldo Hartl konnte mit den weißen Steinen aus der Eröffnung keinen Vorteil erzielen. Mit einem mutigen Springeropfer attackierte Aldo den gegnerischen König. Nachdem sein Gegner eine Zugwiederholung durch Dauerschach ausließ konnte Aldo seine Stellung entscheidend verstärken. Mit einem Läuferschach wurde der Springer abgelenkt sodass das Matt möglich wurde. A. Hartl – D. Heil 1-0.

Endstand: 4,5-3,5

Mit diesem Mannschaftssieg pausieren die Trostberger Schachspieler zur Halbzeit der Saison auf dem 5. Platz bei 10 Mannschaften.

Aldo Hartl/24.12.2019

 

 


 

Zweite“ erkämpft 4:4 gegen Prien

 

Gegen einen der Kreisliga-Favoriten Prien wurde es der erwartet schwere Kampf. Die Trostberger reisten in einer sehr guten Aufstellung zum Auswärtsspiel an und erhofften sich zumindest ein Unentschieden. Aber auch Prien stellte ein starkes Team auf und so entwickelte sich ein abwechslungsreicher Schachkampf.

Zunächst gingen die Partien von Simon Reisser, Alfons Breu und Peter Penn remis aus. Einen kompromisslosen Kampf lieferte sich Sven Steinberg mit seinem Kontrahenten, aber nach dem Damentausch verflachte die Stellung zum Unentschieden. Anschließend folgten zwei bittere Niederlagen für die Alzstädter zum 2:4. Fritz Huber geriet schon bald nach der Eröffnung in ein verlorenes Endspiel und Michael Fugger konnte den heftigen Angriff auf seine Königsstellung nicht mehr parieren. Jetzt mussten die letzten beiden Partien unbedingt gewonnen werden, um ein 4:4 zu erreichen. Eine verwickelte Partie spielte der Trostberger Neuzugang Stevan Sabljov. Hin und her wogte der Kampf, aber am Ende setzte sich Stevan im Endspiel durch. Nun musste das Spitzenbrett die Entscheidung bringen. Wolfgang Moser hatte eine Figur weniger, aber sein Angriff wuchs von Zug zu Zug. Am Ende gelang ihm ein sehenswertes Matt mit Dame, Läufer und König gegen zwei Türme. Damit geht Trostberg 2 in die wohlverdiente Weihnachtspause.

Sven Steinberg/9.12.2019

TSV Trostberg 1 – TSV Bindlach Aktionär 1    3,5 : 4,5

TSV Trostberg 2 – SG Vogtareuth 1                     3 : 5

 

Der TSV Bindlach Aktionär 1 – Absteiger der 2. Bundesliga Ost – reiste mit 7 Spielern verspätet an und ließ das Spitzenbrett frei. So kam Hermann Knoll am Spitzenbrett zu einem kampflosen Erfolg.

Dieser Sonntag war für Markus Hinterreiter ein gebrauchter Tag. Bereits in der Eröffnung spielte er an Brett 4 einen fehlenhaften Springerzug. Sein Gegner konnte mittels eines Springeropfers und anschließender Springergabel Material und später die Partie gewinnen.

Seinen ersten Einsatz in der Oberliga gab Peter Penn an Brett 8. Die Partie nahm einen ruhigen Verlauf. Das Gleichgewicht der Position war in keiner Phase des Spiels gestört. Nach 22 Zügen wurde ein Remis vereinbart.

Ein weiterer Debütant in der Oberliga war Wolfgang Moser an Brett 7. Wolfgang glich die Stellung aus der Eröffnung mit den schwarzen Steinen leicht aus. Nach einem unvorsichtigen Bauernzug konnte sein Gegner die Initiative übernehmen. Ein schachbietender frecher Springer wurde von Wolfgang geschlagen und die Stellung war repariert. Unentschieden.

Die beste Partie spielte Filip Kumic an Brett 2 mit den weißen Steinen. Filip spielte das sogenannte Londoner System, eine moderne Eröffnung die auch Weltmeister Magnus Carlsen pflegt. Filip erspielte sich Raumvorteil aus der Eröffnung und konnte mit sinnverwirrenden Springermanövern seinen Gegner überspielen. Die Trostberger gingen wieder in Führung.

  

Filip Kumic bei der ‚Arbeit‘

 

Reiner Huch spielte an Brett 3 mit den schwarzen Steinen die Französische Verteidigung (1.e4 e6) und konnte aus der Eröffung ausgleichen. In einem damenlosen Mittelspiel nahm Reiner einen vergifteten Bauern und aktivierte damit die gegnerischen Figuren. Sein Gegner brachte in der Folge seinen Mehrbauern mit guter Technik zum Partiegewinn.

Dr. Kern erspielte mit den schwarzen Steinen an Brett 5 einen kleinen Positionsvorteil. Nach einem fehlerhaften Läuferzug seines Gegners ließ Dr. Kern die Chance zum Materialgewinn liegen. Es blieb beim kleinen Vorteil, der nicht zum Partiegewinn reichte.

Aldo Hartl konnte an Brett 6 aus der Eröffnung einen Bauern gewinnen. Ein ungenügender Läuferzug in Zeitnot gab dem Gegner die Gelegenheit das materielle Gleichgewicht herzustellen. Nach einem Abtausch der letzten Leichtfiguren war das entstandene Turmendspiel nicht zu halten und der Mannschaftskampf verloren.

Mit einer knappen 3,5 : 4,5 Niederlage der Trostberger musste man die Bindlacher ziehen lassen.

 

Favorit aus Vogtareuth setzt sich durch

 

Klaus Herlt hielt zunächst sicher Remis. Aber dann setzten sich an den vorderen Brettern die nominell stärkeren Vogtareuther durch. Fritz Huber mußte nach einem Opfereinschlag in seine Königstellung ebenso aufgeben wie Sven Steinberg, der den Mehrbauern des Gegner nicht stoppen konnte.

Lukas Knorr geriet nach Qualitätsgewinn in eine Fesselung und wahr dann chancenlos. Mit Mehrbauern und Druckstellung übersah Michael Perzl in Siegeseuphorie einen Gegenschlag und verlor eine Figur und damit das Spiel.

Ein Lichtblick war Vlatko Odak. Aus der Eröffnung heraus setzte er den Vogtareuther unter Druck und gewann mit hervorragender Endspielführung. Auch Michael Fugger zeigte sich im Endspiel dem Gegner überlegen und holte einen Sieg.

Dass Konrad Maier nach sehr gutem Spiel in der Endphase den Gegner noch vom Haken ließ war eine unbedeutende Ergebniskorrektur zum 5 : 3 für Vogtareuth 1.

Aldo Hartl/16.11.2019

SK Weilheim 1 - TSV Trostberg 1                                4,5 : 3,5

Rosenheimer-Schachverein 1 - TSV Trostberg 2         6 : 2


Aufgrund der kurzfristigen Absage unserer jungen serbischen Top-Spieler reiste man zum Auswärtsspiel beim SK Weilheim 1 ersatzgeschwächt mit sieben Spielern an.

Brett 2 ging an die Weilheimer die den Wettkampf mit einer 1-0 - Führung begannen.

In der Folge entwickelten sich interessante Partien.

Markus Hinterreiter spielte an Brett 4 mit den schwarzen Steinen die sogenannte Chebanenko-Variante der Slawischen Verteidigung (1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 a6). Nach einem verfrühten Zentrumsvorstoß seines Gegner konnte Markus das Spiel ausgleichen. Aufgrund der Zeitknappheit akzeptierte Markus das Remisangebot seines Gegners.

Kurios war das Spiel von Dr. Kern an Brett 5 mit den weißen Steinen. Dr. Kern gab einen Bauern nach dessen Annahme eine unklare Stellung entstand. Die Annahme des zweiten dargebotenen Bauern war jedoch zweifelhaft. Nach einem unvorsichtigen Rückzug des Springers konnte der Weilheimer seine Figuren nicht mehr entwickeln und Dr. Kern konnte die Partie mit einer Kombination zum Sieg führen. Der Ergebnisstand wurde ausgeglichen.

Reiner Huch erspielte mit den weißen Steinen an Brett 3 aus der Eröffnung leichten Raumvorteil. Keine Seite konnte Vorteile erkämpfen und so endete die Partie Unentschieden.

Wild romantisch ging es an Brett 8 ab. Simon Reissers Gegner eröffnete mit den weißen Steinen und spielte das Königsläufergambit, eine Eröffnung aus den Anfängen des Schachspiels. Es entwickelte sich ein scharfer Kampf. Nachdem sich Simon das Läuferpaar gesichert hatte tauschte er die Damen. Simon nutzte die schwache Königsstellung seines Gegners zum erfolgreichen Finale. Trostberg ging mit einem Punkt in Führung.

Aldo Hartl spielte an Brett 6 mit den schwarzen Steinen und verlor in der Eröffnung zu viele Tempos und stand gedrückt. Ein Scheinopfer sollte die Lage beheben. Nach einer mehrzügigen Abwicklung waren die weißen Felder im schwarzen Camp schwach und der folgende Königsangriff seines Gegners nicht aufzuhalten. Wieder war der Ausgleich hergestellt.

Erstmals im Oberligaeinsatz war Christoph Boes an Brett 7. Nach wechselhaftem Verlauf wurde die Partie in Zeitnot entschieden. Hier konnte Christophs Gegner seinen Vorteil zum Partiegewinn führen.

Unser Internationaler Meister Hermann Knoll spielte an Brett 1 gegen Großmeister Thomas Luther. Luther ist 3-facher Titelgewinner der Deutschen Meisterschaft. Hermann spielte im Damengambit den sog. Minoritätsangriff. Nach Damentausch ging die Partie in ein Turmendspiel über, das Hermann unentschieden hielt.

Der Mannschaftskampf war somit knapp verloren. Trotzdem war das eine starke Vorstellung der Trostberger Denksportler.

In der 4. Runde spielen die Trostberger zuhause gegen den Tabellennachbarn. Die Paarung lautet dann TSV Trostberg 1 vs. SG PS Regensburg 1. Der Kampf findet am 8.12.2019 in der Sportgaststätte Trostberg ab 10 Uhr statt.

Aldo Hartl/28.11.2019


Zweite“ beim 2:6 in Rosenheim chancenlos

Der Auswärtskampf beim Rosenheimer Schachverein erwies sich als zu schwer für die zweite Trostberger Mannschaft. In den ersten beiden Stunden konnten die Alzstädter noch mithalten: Nacheinander gingen die Partien von Jörg Voggenthaler, Klaus Herlt und Vlatko Odak remis aus, aber an den anderen Brettern sah es nicht so gut aus. Konrad Maier konnte die Partie nicht halten, im Endspiel musste er aufgeben. Auch Lukas Knorr ging es am vierten Brett nicht viel besser, am Ende musste er ebenfalls die Segel streichen. So kam es jetzt auf die vorderen drei Bretter an. Sven Steinberg hatte Kompensation für einen Bauern, mehr als ein Remis sprang bei dem Angriff aber nicht heraus. Nach dreimaliger Zugwiederholung stand das Unentschieden fest. Am zweiten Brett geriet Peter Penn in eine schwierige Lage. Die gegnerischen Springer wurden übermächtig, und nach Materialverlust bekamen die Rosenheimer wieder einen vollen Punkt. Damit war der Ausgang der Partie von Wolfgang Moser am Spitzenbrett für den Mannschaftskampf nicht mehr von Bedeutung. Leider gelang es dem Trostberger nach besserer Stellung nicht, den Vorteil bis ins Endspiel zu halten. Im Gegenteil: Die Türme und ein mächtiger Freibauer waren zu stark, sodass auch hier der Rosenheimer Spieler eine Gewinnstellung erreichte. Damit stand am Ende die 2:6 Niederlage fest.

Sven Steinberg/25.11.2019

Erste gewinnt beim SC Garching 2 – Zweite siegt beim SK Mangfalltal 1

Nach dem letztjährigen Aufstieg der 1. Mannschaft von der Landesliga Süd in die Oberliga fuhr man mit gemischten Gefühlen zum ersten Match nach Garching bei München.

Eine entschiedene Partie durch Dr. Kern und sieben!!! Unentschieden sorgten für den ersten Mannschaftserfolg (4,5 : 3,5) in der Oberliga.

Reiner Huch konnte an Brett 3 mit den weißen Steinen keinen Vorteil erzielen. Nach 2,5 Stunden Spielzeit und 13 gespielten Zügen einigten sich die Kontrahenten auf Unentschieden.

Zum ersten Mal im Einsatz für das Trostberger Team war unser österreichischer Legionär und Internationale Meister Hermann Knoll. In einem Angenommenen Damengambit wurden frühzeitig die Damen getauscht. Nach weiteren Vereinfachungen versandete die Partie ins Remis.

Dr. Kern spielte mit den schwarzen Steinen die Philidor-Verteidigung, welche nach dem französischen Schachmeister François-André Danican Philidor, der von 1726 bis 1795 lebte, benannt ist. Nach einem unvorsichtigen Springerrückzug seines Gegners konnte Dr. Kern mit zwei Zentrumsvorstössen die Initiative übernehmen. In Zeitnot schnappte sich sein Gegner einen vergifteten Bauern, der zu Materialnachteil führte. Mit einer schönen Damenofferte nutzte Dr. Kern die schwache Grundreihe seines Gegners und erzielte den ersten Trostberger Partiegewinn in der Oberliga. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand das dieser Partiegewinn auch den Matchgewinn bedeuten würde.

 

Dr. Johannes Kern in Aktion

 

Markus Hinterreiter konnte aus der Eröffnung einen Bauern gewinnen mußte aber seinem Gegner das Läuferpaar und aktives Figurenspiel überlassen. In der Folge gewann der Garchinger den Bauern zurück. Nach weiterem Figurentausch konnte keine Partei Ansprüche auf den Sieg anmelden und die Partie endete Remis.

Eine starke Verteidigungsleistung zeigte Simon Reisser an Brett 8. Gegen den 200 Elopunkte besseren Gegner tauschte Simon früh die Damen. Durch weiteren Figurentausch wurde der weiße Druck auf die schwarze Stellung minimiert und das entstandene Turmendspiel bot keiner Seite Gewinnchancen.

Aldo Hartl verlor in der Eröffnung einen Bauern. Mit Zähigkeit gelang der Übergang in ein Leichtfigurenendspiel. Mit aktiven Spiel konnte der Materialnachteil kompensiert werden und die Partie lief in den Remishafen ein.

Eine wilde Partie spielte unser zweiter österreichischer Legionär Maximillian Mostbauer. In der Tarrasch-Variante der Französischen Verteidigung bot Maximillian früh einen Bauern dar. Sein Gegner schlug dieses Angebot aus und in der Folge entstand ein messerscharfer Kampf mit Attacke auf den Trostberger König. Der Garchinger nutze seine Gewinnchancen nicht und so konnte Maximillian die Partie mit viel Geschick ins Remis retten. Nichts für schwache Herzen.

Beim Stand von 4:3 für die Trostberger musste die letzte Partie entscheiden. Filip Kumic, unser Top-Scorer der letzten Aufstiegssaison spielte ein schwerblütige Positionspartie. Mit Geschick erreichte Filip ein Leichtfigurenendspiel mit Minusbauer, jedoch aktiver Königsstellung. Dieses Merkmal war dann auch ausschlaggebend für das Erreichen des Remis und somit dem Gewinn des 1. Mannschaftskampfes in der Oberliga.

 

Erfolgreicher Kreisliga-Start von Trostberg 2

Auch die 2. Mannschaft ist nach dem letztjährigen Aufstieg in die Kreisliga auf Standortsuche. Der Einstieg ist durch einen Sieg in der 1. Runde beim SK Mangfalltal 1 jedenfalls ganz gut gelungen.

Michael Perzl verleitete seine Gegnerin zu einem Bauerngewinn und erreichte durch eine Abtauschkombination den spielentscheidenden Figurengewinn.

In verwickelter Stellung behielt anschließend Vlatko Odak die Übersicht, eroberte einen Turm und brachte die Trostberger 2 : 0 in Führung.

Zwischenzeitlich hatte Sven Steinberg mit ständiger Druckverstärkung die Qualität (= Springer oder Läufer gegen Turm) erbeutet und führte dann die Partie mit solider Technik zum Sieg.

Nach schwieriger Eröffnung gelang es Lukas Knorr die Stelllung so zu verrammeln, dass der Kolbermoorer das Remis akzeptieren mußte.

Dies glückte Michael Fugger nicht mehr. Nach Bauernverlust musste er die Segel streichen.

Die Angriffslust übermannte wohl Alfons Breu als er seine gute Stellung unnötig verschärfte. Aber nach schwieriger Zwischenphase trieb er sehenswert den gegnerischen König mit Figurenopfer ins Freie und schuf ein siegreiches Mattnetz.

Gegen seine sonst solide Spielweise hatte inzwischen Wolfgang Moser seine bessere Stellung gegen den vermeintlich schwächeren Kolbermoorer überzogen und musste aufgeben.

Nie gefährdet war Peter Penn, aber seinen Mehrbauern konnte der Gegner stoppen

und so einigte man sich auf Remis zum 5 : 3 Endstand für Trostberg.

Aldo Hartl/23.10.2019