1. Mannschaft

Beim Mannschaftskampf in Ilmmünster musste man grippegeschwächt antreten. Sven Steinberg übersah leider früh einen Zwischenzug mit Matt oder Figurenverlust und verlor damit seine Partie. Ziemlich gut stand eigentlich Simon Reisser, aber ein Qualitätsopfer seines Gegners wendete das Blatt. Durch ein Zwischenschach holte dieser sich das Kapital mit Zinsen wieder zurück und der Verlust war für Reisser nicht mehr zu vermeiden. Ein Lichtblick war an Brett 7 zu sehen. Peter Penn spielte sicher und verbesserte seine Position ständig, bis sein entscheidender Schlussangriff den Anschlusstreffer zum 1:2 brachte. Auch Reiner Huch zeigte gegen Fidemeister Niedermeier eine gute Partie. In einem heißen Schlagabtausch musste er aber in Zeitnot ins Remis einwilligen. Mit mehr Bedenkzeit hätte er vielleicht sogar den möglichen Gewinnzug entdecken können. Hoffnung keimte dann noch einmal nach dem Sieg am Spitzenbrett auf, als Fidemeister Kumic seine lange ausgeglichen Partie nach einer Abtauschserie mit Bauergewinn sogar in den vollen Punkt ummünzen konnte. An allen noch laufenden Brettern lief es aber wenig erfreulich. Hans Huber fand im Mittelspiel nicht den einzig rettenden Zug und verlor Material und Partie. Ebenso erging es Wolfgang Moser, der im ungleichfarbigen Läuferendspiel einen Fehler machte und aufgeben musste. Auch Markus Hinterreiter geriet in Schwierigkeit, musste Material opfern und konnte das Endspiel mit Minusfigur nicht mehr halten, so dass man eine deutliche Klatsche mit 2,5:5:5 hinnehmen musste. Damit muss man jetzt sogar noch aufpassen, um nicht in der Tabelle nach hinten durchgereicht zu werden.

Der Mannschaftskampf in der Regionalliga begann mit einem Geschenk. An Brett 4 bekam Aldo Hartl einen kampflosen Punkt und brachte die Alzstädter 1-0 in Führung.

Peter Penn erreichte bereits nach wenigen Zügen gegen seinen jungen Gegner Materialvorteil und gewann schnell die Partie zur 2:0 Führung. Als auch noch Simon Reisser in ausgeglichener Stel-lung seinem Gegner den übersehenen kleinen Bauernzug zeigte und damit eine Figuren gewann, führte man gar schon 3:0. Schnell war danach die Partie zugunsten des Trostbergers entschieden.

In der Najdorfvariante der Sizilianischen Verteidigung erlaubte sich Filip Kumic zwar einen un-scheinbaren Tempoverlust, kompensierte diesen Nachteil aber mit genauem Spiel zum Unent-schieden.

Somit hatte Markus Hinterreiter schon Matchball: In der Alapinvariante der Sizilianschen Verteidi-gung gestaltete sich die Eröffnungsphase ausgeglichen. Die komplizierte Mittelspielphase bewäl-tigte Hinterreiter aber besser und konnte seinen Gegner taktisch ausspielen zur uneinholbaren Führung von 4,5:0,5. Reiner Huch erhöhte gar auf 5,5:0,5 als er im angenommenen Damengambit eine leicht bessere Stellung erreichte. Durch eine kleine Kombination eroberte einen Bauern und gewann danach die Partie. Die mit der Reti-Eröffnung an Brett 6 gestartete Partie gestaltete sich leicht besser für den Landshuter. Hans Huber kompensierte den kleinen Nachteil aber mit aktivem Spiel und das Unentschieden war der gerechte Ausgang.

Den einzigen Wehrmutstropfen gab es an Brett 5, wo Wolfgang Moser zwar gut aus der Eröffnung kam. Im Mittelspiel aber wickelte sein Gegner mit einem geschickten Tausch der Figuren in ein vorteilhaftes Endspiel ab. Trotz zäher Verteidigung konnte Moser das Spiel nicht halten und verlor die Partie zum 6:2 Endstand.

Im Regionalligaspitzenspiel holte das Schachteam ein leistungsgerechtes 4:4 gegen Ingolstadt.

Das Regionalligamatch begann mit einem schnellen Remis von Reiner Huch schon zu Beginn des Mittelspiels. Als Lukas Knorr der Besetzung der b-Linie am Damenflügel mit Schwerfiguren nichts entgegensetzen konnte verlor er bald Material und die Partie. Für einen kleinen Materialvorteil ließ sich Markus Hinterreiter auf das Glatteis des Entwicklungsrückstandes führen. Nach Öffnung der Stellung konnte sein Ingolstädter Gegner daraus aber Material- und Partiegewinn verbuchen.

Die schönste Partie des Tages spielte Neuzugang Filip Kumic. Er brachte ein Bauernopfer und startete einen unwiderstehlichen Königsangriff, in dem er zeitweise zwei Türme hängen ließ, letztlich aber triumphierte. Peter Peter sicherte sich aus der Eröffnung die Kontrolle über das Zentrum und konnte einen Bauern gewinnen. Nach einer Abtauschserie konnte sich sein Gegner aber im Endspiel ins Remis retten.

Im komplizierten Mittelspiel eroberte Aldo Hartl die Qualität und konnte im Folgenden durch mehrere Abtäusche den materiellen Vorsprung in den Gewinn umsetzten. Damit glich er den Mannschaftskampf wieder aus. Am Spitzenbrett opferte Großmeister Fogarasi im Mittelspiel eine Figur, um weiter Druck auf den weißen König zu haben. Sein Kontrahent gab im richtigen Augenblick aber die Figur zurück. Danach verflachte die Stellung ins Unentschieden.

Somit stand Wolfgang Moser unter Zugzwang. Moser verlor schon in der Eröffnung einen Bauern. Durch große Erfahrung und Zähigkeit gelang es ihm aber, die Partie im Turmendspiel remis zu halten. Somit wurden auch im Mannschaftskampf die Punkte mit 4:4 geteilt. Trostberg und Ingolstadt bleiben damit ungeschlagen an der Tabellenspitze.

 

Hier die Partie von Filip zum Nachspielen.

Der Mannschaftkampf in der Regionalliga begann ziemlich ruhig. Am Spitzenbrett einigten sich die beiden Großmeister nach einer halben Stunde schon auf Remis, da keiner aufgrund der symmetrischen Bauernstruktur Schwächen seines Gegners ausmachen konnte.

Ganz anders lief es an Brett 8, wo Peter Penn den Entwicklungsrückstand seines Gegners schon im Mittelspiel gekonnt ausnutzte. Souverän setzte Penn den Vorteil in den Gewinn der Partie um.

Auch Markus Hinterreiter griff forsch die schwarze Königsstellung an. Nach einer Opferserie der Leichtfiguren erreichte man aber eine Stellung mit Dauerschach und somit ein erzwungenes Unentschieden.

In einer Partie mit verschiedenen Rochaden an Brett 5 war der Angriff des jungen Tegernseers schneller und Aldo Hartl überschritt in hoffnungsloser Stellung die Bedenkzeit, so dass Tegernsee ausglich.

Als dann auch noch an Brett 4 nichts mehr lief, sah man die Felle schon davonschwimmen. Nach einer Abtauschserie war hier Reiner Huchs König anfälliger für Angriffe. Nach nur einem fehlerhaften Königszug musste Huch die Partie leider aufgeben.

Auch Fidemeister Filip Kumic hatte an diesem Tag kein goldenes Händchen. Er wehrte zwar aggressiv die Angriffsbemühungen seines Gegners ab. Aber im Doppelturmendspiel erlaubte er sich einen Fehlgriff und musste die Partie aufgeben. Damit lag man schon 2:4 zurück.

Auch Hans Huber konnte das Blatt nicht mehr wenden, nachdem er schon aus der Eröffnung heraus keinen Fuß in die Schachtür setzen konnte, Material und bald darauf die Partie verlor.

Den Schlusspunkt setzte Wolfgang Moser, der trotz eines Minusbauern im Endspiel durch seinen Kampfgeist noch ein Remis zum 2,5:5,5 Endstand holte. Der Meisterzug dürfte damit bis auf weiteres leider abgefahren sein.

Mit dem zweiten Sieg in der Regionalliga hält das Schachteam des TSV Anschluss an die Tabellenspitze in der Regionalliga Süd-Ost. Knapp aber letztlich verdient gewann man mit 4,5:3,5 den ersten Heimkampf gegen Bruckmühl 1. Die Zweite zeigte sich gegen das nominell etwa gleich starke Team von Brückmühl 3 klar zielgerichteter und überzeugte mit dem 6:2 Auswärtserfolg.

Der Regionalligaheimkampf begann mit einem Dämpfer, da Peter Penn dem Bauernopfer seines Gegner nicht richtig begegnete und im Mattnetz gefangen wurde. Aber an Brett 5 widerlegte Wolfgang Moser, das Bauernopfer im Mora-Gambit gut. In einer vierzügigen Abtauschserie behielt er den Durchblick und verblieb mit der Qualität mehr. Mit einem vergifteten Bauern gab Moser seinem Gegner den Rest und glich aus. Auch Reiner Huch stellte im 29. Zug seinem –gegenüber eine Falle, in die dieser prompt tappte. Huch schnappte sich dadurch einen Turm und gewann zur 2:1 Führung. Am Spitzenbrett konnte Großmeister Fogarasi zwar mit Schwarz schnell ausgleichen aber keinen Vorteil erreichen und so einigte man sich auf Remis. Stadtmeister Fritz Huber, der am Sonntag den 27.11. noch seine erfolgreiche Simultanvorstellung im Stadtkino gegen Schüler gegeben hat, kam in eine scharf geführte Partie im geschlossenen Sizilianer. Zu viele Drohungen waren schließlich sein Untergang und die Bruckmühler glichen somit aus. An Brett 2 traf Markus Hinterreiter auf einen gleichstarken Spieler. Keine erzielte entscheidenden Vorteil und man teilte den Punkt. Simon Reisser zeigte eine gute Leistung. In einem genau geführten Endspiel holte er ein sicheres Remis zum Zwischenstand 3,5 zu 3,5. Somit fiel die Entscheidung in der Partie von Aldo Hartl. Hartl hatte im Turmendspiel zwar einen Minusbauern aber dafür den aktiveren Turm und König. Nach einem ungenauen Zug des Bruckmühlers nutzte Hartl die kleine Chance und wickelte in ein vorteilhaftes Bauernendspiel ab. Hier spielte er super weiter und zwang den Gegner in die Knie zum 4,5:3,5 Sieg für Trostberg.

Kommende Termine

13 Dez 2019
04:00PM - 08:00PM
14. Open Braunau am Inn
19 Dez 2019
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