1. Mannschaft

Nach einem 5,5 – 2,5 Sieg gegen den Münchener SC II setzen sich die Schachspieler des TSV Trostberg an die Tabellenspitze der Landesliga Süd. Ein bis dato einmaliges Ereignis in der Clubgeschichte.

Die Zweite verliert zuhause deutlich mit 2-6 gegen die Zweite des SK Bruckmühl.

Bereits nach 2 Stunden Spielzeit konnte Dr. Kern mit den schwarzen Steinen an Brett 3 auf 1-0 für die Alzstädter stellen. Nach gegnerischem Zeitverlust konnte Kern am Damenflügel Raum gewinnen und die Initiative übernehmen. Ein Fehltritt des gegnerischen Königs führte zu Material- und Partiegewinn.

Der Ausgleich fiel adhoc. An Brett 8 überzog Simon Reisser seine Stellung in der Eröffnung und konnte die gegnerische Mattattacke nicht adäquat abwehren.

Aldo Hartl akzeptierte nach drei Stunden Spielzeit angesichts des positiven Bretterstandes das Remisangebot seines Gegners.

Wolfgang Moser spielte an Brett 6 riskant auf Gewinn. In gegnerischer Zeitnot übernahm Moser die Initiative und konnte nach einem Fehlzug seines Gegners mit vernichtender Kraft den Bauern auf f7 schlagen. Die daraus resultierende Abzugsdrohung war nicht mehr abzuwehren.

Filip Kumic spielte an Brett 1 gegen einen Guten Bekannten. Viele Partien wechselte Filip bereits mit IM Radovanovic. In einer Grünfeld-Indischen Partie musste Filip lange Zeit zäh verteidigen. Bei knapper Bedenkzeit auf beiden Seiten fand Filip einen guten Königszug, der die Partie vollständig ausglich. In hochgradiger Zeit konnte Filip durch einen Diagonalangriff mit seinem Läufer eine Figur und die Partie gewinnen.

Erstmals im Einsatz war Christoph Boes an Brett 7. In der Drachenvariante der Sizilianischen Verteidigung erspielte sich Christoph Angriffschancen gegen den weißen König. In der Folge entglitt der Vorteil, weil keine Linien gegen den weißen König geöffnet wurden. Weiß konsolidierte seine Stellung und konnte nach einem Fehlzug die Partie gewinnen.

Es war an Reiner Huch den Mannschaftserfolg an Brett 2 zu sichern. Aus der Eröffnung gewann Reiner eine Figur und konnte die gegnerischen Angriffschancen neutralisieren. Nachdem sich der Pulverdampf verzogen hatte sorgte Reiner - mit einer Mehrfigur bestückt - für den Partiegewinn und den überraschenden Mannschaftserfolg.

Eine lange Partie spielte Markus Hinterreiter an Brett 4. Sein Gegner spielte aggressiv auf Gewinn und Markus musste zäh verteidigen. Erst spät beging sein Gegner einen groben Fehler nachdem Markus durch einen Doppelangriff auf das Mattfeld g7 und den ungedeckten Turm auf b8 die Partie gewann. Somit war der 5,5 : 2,5 Mannschaftssieg perfekt.

In der 6. Runde spielen die Trostberger Denksportler am 3.2.2019 in Pfarrkirchen. Der Gegner heißt dann SC Rottal-Inn 1.

Die Zweite verliert klar mit 2-6. Bei der deutlichen Niederlage konnten lediglich Hans Huber an Brett 2 und Fritz Huber an Brett 3 für die Trostberger punkten. Mit 6 : 4 Mannschaftspunkten rangiert man auf dem 3. Platz. Die nächste Paarung am 3.2.2019 heißt ASV J'Adoube Grassau SAB – TSV Trostberg 2.

Aldo Hartl/22.1.2019

TSV Trostberg 1 – SC Tarrasch München 1        5 : 3

In einem zähen Ringen setzten sich die Trostberger Schachspieler mit einem 5 : 3 - Sieg gegen den SC Tarrasch München 1 in der Landesliga Süd durch. Nach diesem Sieg rangiert man in der Tabelle auf dem 5. Platz bei 10 teilnehmenden Mannschaften.

Die Alzstädter starteten schlecht in den Wettkampf. Nach einem Fingerfehler büßte Hans Huber an Brett 8 einen ungedeckten Springer durch ein Zwischenschach ein.

Dr. Kern kam mit großer Verspätung an Brett 3 und musste die Partie im Eiltempo spielen. Nach frühzeitigem Damentausch brachte das Suchen um die besten Plätze für die Figuren keinen Vorteile für eine Seite. In Zug 24 wurde Remis vereinbart.

Filip Kumic spielte an Brett 1 gegen Großmeister Maksimienko. In einer klassischen Variante der königsindischen Verteidigung konnte Filip die Schwäche d6 mit dem Besitz der schwarzen Felder ausgleichen. Nach dreimaliger Zugwiederholung steuerte Filip ein wichtiges Remis zum Mannschaftssieg bei.

Reiner Huch konnte an Brett 2 spielend nach langem Manövrieren einen Bauern am Damenflügel gewinnen und technisch sauber den vollen Punkt einfahren. Mit diesem Sieg glich Reiner den Wettkampfstand aus.

An Brett 7 verlor Peter Penn nach ungenauer Eröffnung die Qualität. In der Folge fand Peters Gegner nicht die besten Züge und gestattete die Bildung eines gefährlichen Freibauern auf der c-Linie. Dieser Freibauer brachte das entscheidende Materialübergewicht für den Trostberger.

In guter Form befindet sich Markus Hinterreiter, der an Brett 4 spielte. Nach ausgeglichenem Eröffnungsverlauf landete man in einem Turm+Leichtfigur-Endspiel. Nach verfehltem Turmtausch entwickelte der frei h-Bauer des Trostbergers im Verbund mit dem langschrittigen Läufer eine siegbringende Macht.

Sowohl Wolfgang Moser als auch Aldo Hartl konnte ihre komplizierten Mittelspielstellungen ins Gleichgewicht bringen. Es ergab sich auf beiden Brettern ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Beide Partien endeten unentschieden und der Mannschaftskampf ging mit 5-3 an die Alzstädter.

Am 16.12.2018 wird die 4. Runde der Landesliga Süd gespielt. Dann heißt die Paarung SC Gröbenzell 1 – TSV Trostberg 1.

 

Klarer Sieg von Trostberg 2 gegen Lohkirchen 1

Wegen kurzfristigem Ausfall eines Spielers ging das 1. Brett kampflos an die Lohkirchner.

Aber Jörg Voggenthaler wetzte schnell die Scharte aus, eroberte routiniert erst 2 Bauern und setzte dann mit Springer und Turm matt.

Alfons Breu brachte anschließend die Trostberger in Führung. Sein sehenswerter Flügelangriff gipfelte in einem erfolgreichen Matt.

Fritz Huber hatte mittlerweile 2 Freibauern im Zentrum installiert, die er von den Läufern unterstützt abgeklärt zum Sieg führte.

Helmut Lebert und Michael Fugger haben nun angesichts der Trostberger 3:1 - Führung ihre Partien souverän in den Remishafen gelotst.

Michael Perzl hatte bereits Vorteil erreicht, aber in komplizierter Stellung die falsche Abtauschvariante gewählt, sodaß der Lohkirchner sich noch in das Remis retten konnte.

Die schönste Partie lieferte Sven Steinberg. Nachdem er mit den Schwerfiguren in die gegnerische Stellung eingebrochen war, trieb er den König ins Freie und setzte mit einer Kombination matt.

Mit 5,5 : 2,5 gelang der Trostberger Zweiten eine eindrucksvolle Revanche für die Vorjahresniederlage.

 

Aldo Hartl/26.11.2018

Beim Mannschaftskampf in Ilmmünster musste man grippegeschwächt antreten. Sven Steinberg übersah leider früh einen Zwischenzug mit Matt oder Figurenverlust und verlor damit seine Partie. Ziemlich gut stand eigentlich Simon Reisser, aber ein Qualitätsopfer seines Gegners wendete das Blatt. Durch ein Zwischenschach holte dieser sich das Kapital mit Zinsen wieder zurück und der Verlust war für Reisser nicht mehr zu vermeiden. Ein Lichtblick war an Brett 7 zu sehen. Peter Penn spielte sicher und verbesserte seine Position ständig, bis sein entscheidender Schlussangriff den Anschlusstreffer zum 1:2 brachte. Auch Reiner Huch zeigte gegen Fidemeister Niedermeier eine gute Partie. In einem heißen Schlagabtausch musste er aber in Zeitnot ins Remis einwilligen. Mit mehr Bedenkzeit hätte er vielleicht sogar den möglichen Gewinnzug entdecken können. Hoffnung keimte dann noch einmal nach dem Sieg am Spitzenbrett auf, als Fidemeister Kumic seine lange ausgeglichen Partie nach einer Abtauschserie mit Bauergewinn sogar in den vollen Punkt ummünzen konnte. An allen noch laufenden Brettern lief es aber wenig erfreulich. Hans Huber fand im Mittelspiel nicht den einzig rettenden Zug und verlor Material und Partie. Ebenso erging es Wolfgang Moser, der im ungleichfarbigen Läuferendspiel einen Fehler machte und aufgeben musste. Auch Markus Hinterreiter geriet in Schwierigkeit, musste Material opfern und konnte das Endspiel mit Minusfigur nicht mehr halten, so dass man eine deutliche Klatsche mit 2,5:5:5 hinnehmen musste. Damit muss man jetzt sogar noch aufpassen, um nicht in der Tabelle nach hinten durchgereicht zu werden.

Schachteam in der Regionalliga nun in ruhigem Fahrwasser

Der Mannschaftskampf begann an Brett 3 mit einem Treffen zweier alter Bekannter, ohne großes Risiko einigte sich Markus Hinterreiter schnell auf eine Punkteteilung. Großmeister Tibor Fogarasi machte mit seinem sichtlich überforderten Gegner kurzen Prozess und sorgte für die Führung.

Leichten Stellungsvorteil erarbeitete sich Reiner Huch. Doch nach einer Abtauschserie war kein Gewinn mehr möglich und man schloss Remisfrieden. Kapitän Wolfgang Moser musste mit einem kleinen Nachteil ins Endspiel abwickeln, den er nicht mehr ausgleichen konnte. Der entfernte Freibauer seines Gegners marschierte und brachte die Entscheidung für den Gräfelfinger zum Ausgleich. Besser machte es Simon Reisser, er konnte in seinem Endspiel einen Bauern erobern und sicher zum Gewinn führen. Erneut hielt die Führung aber nicht lange. An Brett 8 unterschätzte Peter Penn einen Springerzug, was ihn letztendlich die Qualität und im folgenden Endspiel die Partie kostete. Fidemeister Filip Kumic kämpfte mit allen Mittel gegen Mattdrohungen seines Gegners. Mit feiner Technik schaffte er es immer wieder, das Gleichgewicht zu halten und rettete sich in ein Dauerschach zum Remis. In der letzten verbliebenen Partie versuchte Aldo Hartl noch einmal alles, aber sein starker Gegner ließ keinen Gewinn zu. Somit ging auch diese Partie und damit der ganze Mannschaftskampf unentschieden aus.

Der Mannschaftskampf in der Regionalliga begann mit einem Geschenk. An Brett 4 bekam Aldo Hartl einen kampflosen Punkt und brachte die Alzstädter 1-0 in Führung.

Peter Penn erreichte bereits nach wenigen Zügen gegen seinen jungen Gegner Materialvorteil und gewann schnell die Partie zur 2:0 Führung. Als auch noch Simon Reisser in ausgeglichener Stel-lung seinem Gegner den übersehenen kleinen Bauernzug zeigte und damit eine Figuren gewann, führte man gar schon 3:0. Schnell war danach die Partie zugunsten des Trostbergers entschieden.

In der Najdorfvariante der Sizilianischen Verteidigung erlaubte sich Filip Kumic zwar einen un-scheinbaren Tempoverlust, kompensierte diesen Nachteil aber mit genauem Spiel zum Unent-schieden.

Somit hatte Markus Hinterreiter schon Matchball: In der Alapinvariante der Sizilianschen Verteidi-gung gestaltete sich die Eröffnungsphase ausgeglichen. Die komplizierte Mittelspielphase bewäl-tigte Hinterreiter aber besser und konnte seinen Gegner taktisch ausspielen zur uneinholbaren Führung von 4,5:0,5. Reiner Huch erhöhte gar auf 5,5:0,5 als er im angenommenen Damengambit eine leicht bessere Stellung erreichte. Durch eine kleine Kombination eroberte einen Bauern und gewann danach die Partie. Die mit der Reti-Eröffnung an Brett 6 gestartete Partie gestaltete sich leicht besser für den Landshuter. Hans Huber kompensierte den kleinen Nachteil aber mit aktivem Spiel und das Unentschieden war der gerechte Ausgang.

Den einzigen Wehrmutstropfen gab es an Brett 5, wo Wolfgang Moser zwar gut aus der Eröffnung kam. Im Mittelspiel aber wickelte sein Gegner mit einem geschickten Tausch der Figuren in ein vorteilhaftes Endspiel ab. Trotz zäher Verteidigung konnte Moser das Spiel nicht halten und verlor die Partie zum 6:2 Endstand.