1. Mannschaft

Mit 5:3 Erfolg Anschluss an Führungstrio

Das Auswärtsspiel in der Regionalliga in Straubing begann mit zwei Punkteteilungen. Arnold Endthaler hatte im Mittelspiel die etwas schlechtere Stellung und nahm das Remisangebot des Gegners an. Auch Dr. Johannes Kern, der gegen den stärksten Straubinger, Ralf Scheipl (Bayerischer Seniorenmeister 2009) spielte, lieferte eine solide Partie. Keiner der Kontrahenten konnte einen Vorteil erringen und man schloss Frieden.
An Brett 2 hatte Reiner Huch eine sehr turbulente Stellung, sein Gegner opferte eine Figur und bekam einen gefährlichen Angriff. Aber der Trostberger Spitzenspieler verteidigte sich sehr geschickt und setzte mit einem Qualitätsopfer zuletzt dann sogar matt zur Trostberger Führung. Kapitän Wolfgang Moser hatte mit Schwarz schnell ausgeglichen und errang leichten Vorteil. Aber beim Übergang ins Endspiel kam er unter Druck, musste genau verteidigen und war schließlich froh über das Unentschieden. 
Großmeister Fogarasi konnte seine etwas bessere Stellung am ersten Brett mit einem Bauerngewinn ins Endspiel überführen und zwang seinen Gegner zur Aufgabe als der Ungar in Trostberger Diensten einen zweiten Bauer verspeiste. An Brett 7 stand Dr. Volker Thome schon vielversprechend, aber ein Freibauer des Gegners kostete ihn eine Figur, die der Straubinger souverän in einen Gewinn zum Anschlusstreffer verwandelte. 
Michael Heubusch hatte wieder einen Zeitnotkrimi, zuerst war alles ausgeglichen, dann verlor er einen Bauern. Im Endspiel mit einem Turm erreichte Heubusch noch das Remis, und rettete die Führung mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr! An Brett 5 durfte Aldo Hartl somit nicht verlieren. Er hatte eine ausgeglichene Partie ebenfalls ins Turmendspiel überführt, das er sehr genau behandelte. Sein Freibauer auf der 6 Reihe war ein wichtiger Vorposten. Daraufhin drang er in das gegnerische Lager ein und tempierte den Gegner geschickt aus, bis dieser den Turm opfern musste. Trotz hochgradiger Zeitnot sicherte Aldo Hartl somit den vollen Punkt und den wichtigen Mannschaftserfolg. Damit hält man Anschluss an das verlustpunktfreie Führungstrio.

6:2 gegen ersatzgeschwächte Ingolstädter

Die Erste legte mit riesigem Elan los. Arnold Endthaler, der Salzburger in Trostberger Diensten, stellte seinem Gegner eine Eröffnungsfalle auf, in die dieser schon früh tappte. Endthaler konnte mit Dame und Springer ins gegnerische Lager eindringen und zur 1:0 Führung Matt setzen. An Brett 2 und 4 stellten die Ingolstädter keine Gegner, so dass diese nach einer Stunde für Trostberg gewertet wurden. (Kampflos siegte Huch und Heubusch). Somit führte man mit 3 zu 0.
Auch Wolfgang Moser legte in der Eröffnung einen Köder durch eine Drohung aus, die der Gegner unüberlegt zu schnell parieren wollte. Aber der Trostberger Kapitän errang damit 2 wichtige Bauern und verpasste dem Ingolstädter zudem eine löcherige Königsstellung. Nach laufenden Mattdrohungen gab er im 26. Zug entnervt auf. Trostbergs „neuer“ Großmeister Tibor Fogarasi

fügte sich mit einem Kurzpartiesieg im Trostberger Team nach Maß ein. Er spielte mit Schwarz eine  unorthodoxe Eröffnung, bekam eine Angriffschance, opferte einen Läufer und der Gegner  gab im 17. Zug wegen undeckbarem Matt verzweifelt auf zum Zwischenstand von 5-0.
Nur Aldo Hartl hatte in einer sehr komplizierten Stellung Probleme. Den Rettungszug sah er leider erst in der Analyse nach dem Wettkampf. So war Materialverlust durch
Unterentwicklung und unkoordinierte Figuren nicht mehr vermeidbar und er verlor durch Zeitnot im 25. Zug.
Dr. Volker Thome  beherrschte seinen Gegner, kam zu einer aussichtsreicheren Stellung und gewann sogar einen Bauern. Aber der zäh verteidigende Gegner erreichte Gegenspiel und man einigte sich auf Remis.
In der letzten Partie des Tages konnte Dr. Johannes Kern keinen Vorteil  erreichen. Er spielte dennoch die volle Zeit aus und nach 6 Std. einigte man  sich auf Punkteteilung.
Somit hatte man Ingolstadt mit 6-2 besiegt. In der Tabelle liegt man immerhin schon wieder auf  Platz 4.

Trostberger Schachteam verliert Finale nur knapp mit 1,5:2,5

Trostberg. Ein großartiges Pokalturnier ging für die Schachspieler des TSV mit einer knappen 1,5:2,5 im südbayerischen Finale gegen Röhrnbach unglücklich zu Ende. Zuvor hatte man den Inn-Chiemgau- und den Oberbayerischen-Titel errungen und im Halbfinale Königsbrunn (Schwaben) besiegt. Damit hat man die erhoffte Qualifikation für den deutschen Schachpokal knapp verfehlt.

Nachdem man zum 2. Mal in der Vereinsgeschichte oberbayerischer Pokalsieger ist, durfte man auf südbayerischer Ebene weiterkämpfen und dies zunächst weiter mit großem Erfolg. Gegen Königsbrunn schaffte man durch ein 3:1 den Finaleinzug. Wolfgang Moser spielte eine Spezialvariante, die auch sein Gegner gut kannte. Nur 3 Minuten für die ersten 18 Züge sind dafür Beweis genug. Dennoch konnte der Trostberger Kapitän seine Stellung Zug um Zug verbessern und nach einem taktischen Schlag Material und damit die Partie gewinnen. Neuzugang Michael Heubusch bestritt seine erste Partie für die Alzstädter und musste gleich in der Eröffnung einen Bauern opfern, konnte aber gegen die geschickte Verteidigung seines Gegners nichts ausrichten und musste schließlich zum Ausgleich aufgeben. Durch eine Glanzleistung brachte Johannes Kern die Trostberger wieder in Führung. In äußerst komplizierter Stellung opferte er zwei Leichtfiguren für einen Turm. In dem folgenden Angriff behielt er trotz Zeitnot den Überblick und zwang den Gegner zur Resignation. Damit musste der Schwabe Kottmair am Spitzenbrett gegen Reiner Huch gewinnen, sonst wäre Trostberg im Finale. Daher opferte dieser die Qualität und gewann dafür einen Bauern, aber Huch verteidigte sich umsichtig und zäh. Er konnte den Abtausch bis auf ein Endspiel Turm gegen Läufer und je drei Bauern erwingen und gewann nach fast 6 Stunden seine Partie zum 3:1 Endstand. Somit stand man im Finale gegen Röhrnbach (Niederbayern).

Wolfgang Moser gewann

Heubusch spielte Remis

Reiner Huch verlor gegen IM Schmid

Johannes Kern musste gegen FM Knechtel daher auf Sieg spielen und verlor

Trotzdem Glückwunsch zum erfolgreichen Pokaljahr!

asuführlicher Bericht folgt.

Wenigstens einen Punkt geholt

Die Erste musste arg ersatzgeschwächt nach Germering-Unterpfaffenhofen reisen und war daher nominell weniger stark als der Gegner aufgestellt. Aldo Hartl gab sich in der Französischen Verteidigung nach Damentausch im Turm-Springerendspiel in ausgeglichener Stellung mit Punkteteilung zufrieden. An Brett 6 konnte Peter Penn seine gute Eröffnungskenntnis ausnutzen und seinem Gegner eine Schwäche auf der c-Linie verschaffen, die er konsequent ausnutzte. Er eroberte einen Bauern und ließ seinem eigentlich stärkeren Gegner keine Chance auf Gegenspiel. Trostberg ging also mit 1,5:0,5 in Führung. Andreas Tag spielte zum ersten Mal in der Regionalliga und hatte dank einer soliden Leistung das Remis schon vor Augen (siehe Stellung unter 1.Mannschaft). In einem ausgeglichenen Endspiel kostete aber ein kleines Versehen die Qualität und damit auch den vollen Punkt zum 1,5:1,5. Einen erzwungenen Frieden durch Zugwiederholung gab es an Brett 5 durch Arnold Endthaler zum 2:2. Spitzenspieler Reiner Huch konnte dann wieder Trostberg in Front bringen, nachdem sein Gegner dem großen Positionsvorteil des Trostbergers im Mittelspiel nur verzweifelte Opfer gegenüberstellen konnte, die Huch aber auskonterte und für das 3:2 sorgte. Als Neuzugang Michael Heubusch mit einem taktischen Einschlag auf d4 einen Bauern eroberte (siehe Stellung) und nach Abwicklung in ein gewonnenes Endspiel 19 Züge in 1 ½ Minuten schaffte und danach siegte, war der Mannschaftserfolg plötzlich möglich. Kapitän Wolfgang Moser hatte eigentlich ein ausgeglichenes Endspiel erreicht, verfolgte aber einen falschen Plan, der das Eindringen des gegnerischen Königs übersah und somit den Anschlusstreffer zum 3:4 ermöglichte. Daher kämpfte Fritz Huber an Brett 7 lange gegen seinen nominell stärkeren Gegner. Ein vorübergehendes Qualitätsopfer (siehe Stellung) sicherte aber einen Vorteil des Germeringer bis ins Endspiel und man musste noch den 4:4 Ausgleich hinnehmen. Wegen der geschwächten Aufstellung kann man damit aber durchaus zufrieden sein.

Am kommenden Sonntag (18.7.2010) findet der Mannschaftspokal auf bayerischer Ebene statt.

Im Hotel Pfaubräu stehen sich der Sieger des Bezirks Oberbayern und der Sieger des Bezirks Niederbayern gegenüber.

Ab 11 Uhr findet der Wettkampf

TSV Trostberg e. V. - SV Röhrnbach e.V.

statt.

Aldo Hartl/16.7.2010